Meisterkonzerte der Stadt Mönchengladbach Saison 2011/12
Mit international renommierten Interpreten und anspruchsvollen Programmen auf hohem Niveau verspricht die Reihe der Meisterkonzerte, jeweils donnerstags um 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle, auch in der Saison 2011/12 wieder spannende und anregende Musikabende. „Wir freuen uns, dass es erneut gelungen ist, eine Auswahl zusammenzustellen, die dem hohen Anspruch der Mönchengladbacher Musikfreunde gerecht wird“, sagt Peter Schlipköter, Geschäftsführer der MGMG, die mit der Durch-führung der Konzerte betraut ist.
Für einen heiter-eleganten Saisonauftakt sorgt am 6. Oktober 2011 das Alliage Quintett unter dem Motto „Russische Seele trifft 1001 Nacht“ – einem Programm, das die beliebtesten Juwelen aus der Belle Epoque Russe umfasst. Das Publikum darf sich auf faszinierende Arrangements von Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“, Rimsky-Korsakows „Sheherazade“ und eine Folge russischer Ballettmusiken freuen, in der auch Khatchaturian und Schostakowitsch nicht fehlen. Markenzeichen des Alliage Quintetts mit vier Saxophonen und Klavier sind stilistische Vielfalt und die Verschmelzung unterschiedlicher Stilrichtungen. Das spiegelt sich auch im Namen wider. Das französische Wort alliage bezeichnet den physikalischen Begriff Legierung. So besteht das Saxophon selbst aus einer Legierung unterschiedlicher Metalle, das Bild der Verschmelzung beschreibt aber auch das musikalische Idealbild der fünf Musiker von einem homogenen Klangkörper und einer perfekt auf einander abgestimmten Spielkultur, verbunden durch mitreißende Musizierfreude. Für seine herausragenden Interpretationen wurde das Alliage Quintett 2005 mit einem ECHO Klassik ausge-zeichnet.
Das 2. Meisterkonzert am 10. November 2011 beschert den Musikfreunden ein lange ersehntes Wiedersehen und -hören. The Nash Ensemble of London gastiert, diesmal in einer Besetzung als Streichsextett und mit Werken von Borodin, Dvorak und Schönberg („Verklärte Nacht“), endlich wieder in der Vitusstadt. „Britain's premier chamber ensemble“ (The Times) wurde 1964 gegründet und wählte seinen Namen nach den bekannten Londoner Nash Terrassen. Während es sich immer wieder behutsam verjüngt, vereint das Ensemble heute einige der brillantesten In-strumentalisten Großbritanniens. Das umfangreiche Repertoire des in wechselnden Formationen spielenden Ensembles reicht von der Klassik bis zur Moderne. Das Nash Ensemble gewann zahlreiche Preise. Sein breites Repertoire zeigt sich auch in der gro-ßen Anzahl an hoch gelobten CD-Aufnahmen.
Das nächste Konzert-Highlights verspricht im 3. Meisterkonzert am 19. Januar 2012 die Sinfonietta Köln in großer Besetzung mit Streichern und Bläsern. Das 1984 ge-gründete Kammerorchester gehört heute zu den profiliertesten Ensembles seiner Art und beschreitet unter der Leitung von Cornelius Frowein einen vielfach beachteten aufregend neuartigen Weg. In der Arbeit der Sinfonietta Köln vereinigen sich die Qua-litäten eines Kammermusikensembles mit denen eines großen Orchesters. „Kammer-musikalische Klangsinnlichkeit und feinste Phrasierung“ werden dabei von der Kritik ebenso hervorgehoben wie „mitreißende Klangfülle und große sinfonische Geste“ so-wie „intensiv ausgekosteter Schönklang“. Dank der Unterstützung durch den Verein der Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach e.V. konnte als Solist Nils Mönkemeyer verpflichtet werden, das „deutsche Bratschenwunder“, das mit seinen aufregenden Interpretationen der Bratsche weltweit zur medialen Aufmerksamkeit ver-holfen hat. Mit der Sinfonietta Köln spielt Nils Mönkemeyer unter anderem das be-kannte Konzert für Viola und Orchester von Franz Anton Hoffmeister, für dessen Ein-spielung er mit dem ECHO Klassik Preis 2010 für die beste Konzerteinspielung ausge-zeichnet wurde.
Ein noch junges Ensemble, das 2010 ausschließlich aus Streichern der Berliner Phil-harmoniker gegründete Brahms Ensemble, stellt sich im 4. Meisterkonzert am 22. März 2012 vor. Die Berliner Philharmoniker verbindet eine weltweit einzigartige Nähe zur Musik von Johannes Brahms. Dieser Tradition fühlt sich das Brahms En-semble eng verbunden und stellt das großartige Kammermusikrepertoire von Johannes Brahms in den Mittelpunkt seiner Programmkonzeption. Darüber hinaus widmet sich das Ensemble weiteren Komponisten der deutschen Romantik. Beim Konzert in der Kaiser-Friedrich-Halle wird der renommierte Klarinettist Andreas Ottensamer mit von der Partie sein, der Orchestererfahrung unter anderem bei den Wiener Philharmonikern sammelte und im März 2011 die Position des Soloklarinettisten der Berliner Philharmoniker übernommen hat.
Im 5. Meisterkonzert am 19. April 2012 ist die Pianistin Janina Fialkowska, eine sensationelle (Wieder-)Entdeckung der internationalen Klavierszene, zu erleben. Die aus Montreal stammende Künstlerin mit polnischen Wurzeln wurde von dem Jahrhundertpianisten Arthur Rubinstein gefördert und bewundert. Janina Fialkowska kann auf eine langjährige internationale Karriere mit renommiertesten Orchestern und Dirigenten verweisen und hat sich einen herausragenden Ruf erworben. 2002 wurde ihre künstlerische Arbeit durch eine Krebserkrankung unterbrochen. Nach langer Zeit der Krankheit feiert die „Grande Dame der Klavierszene“ ein triumphales Comeback. Inzwischen tritt die von der Kritik gerühmte Pianistin auch in Deutschland auf und wird enthusiastisch gefeiert. „Diese aufregenden Interpretationen“, schreibt Attila Csampai, „sind eine echte Sensation und dürften auch den letzten Skeptiker von der überragenden Musikalität, dem unverwechselbaren pianistischen Profil und vor allem vom einzigartigen Charisma dieser Ausnahmepianistin überzeugen, wenn nicht gar überwältigen vom humanen Zauber ihres Spiels.“ Das Konzert mit Musik von Chopin, Schubert und Liszt ist dem Gedenken an Josef und Hilde Wilberz gewidmet, deren Stiftung diese Veranstaltung ermöglicht.
Zum Saisonfinale bietet das 6. Meisterkonzert am 14. Juni 2012 ein üppiges barockes Klangfest mit Stefan Temmingh & friends. Stefan Temmingh, 1978 in Kapstadt geboren, gehört zur jungen Generation von Blockflötisten auf Weltniveau, ein „homo brillantissimus seines Fachs“ (Rheinische Post) Als Spezialist für Alte Musik umfasst sein Repertoire die komplette Originalliteratur der Barockzeit für Blockflöte. Die Programmzusammenstellung entwickelte Stefan Temmingh aus der Vorstellung einer Musikfeier im London des 18. Jahrhunderts. Der Programmtitel „The Gentleman’s Flute“ mit Händel-Arien in Bearbeitungen für Blockflöte, Harfe, Cembalo, Gambe, Fagott, Laute und Salterio verweist auf das Ansehen, das dem Instrument zukam. „Ein wahrer Gentleman“, schrieb John Hawkins 1776, „sollte niemals ohne seine Blockflöte ausgehen.“
Abonnements für die Meisterkonzerte können ab sofort bei der MGMG unter
Tel. 02161-25 24 21 gezeichnet werden. Abonnements kosten in Preisgruppe A 85,50 Euro (ermäßigt 42,75 Euro), Preisgruppe B 67,50 Euro (ermäßigt 33,75 Euro) und Preisgruppe C 54,00 Euro (ermäßigt 27,- Euro).

Internationale Stars und junge Gipfelstürmer
Meisterkonzerte der Saison 2012/13
Mit Spitzenvertretern der internationalen Musikszene und anspruchsvollen Programmen auf hohem Niveau verspricht die Reihe der Meisterkonzerte, jeweils donnerstags um 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle, auch in der Saison 2012/13 wieder spannende Musikabende. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Qualität und damit auch die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren kontinuerlich zu steigern und werden alles tun, um dem hohen Anspruch der Mönchengladbacher Musikfreunde auch künftig gerecht zu werden“, so Peter Schlipköter, Geschäftsführer der MGMG, die für die Organisation und Durchführung der Städtischen Konzertreihen zuständig ist.
Den Auftakt der Saison bildet die Königsdisziplin der Kammermusik: das Streichquartett, wenn sich am 20. September 2012 das delian::quartett mit Musik von Purcell, Haydn, Bach und Schostakowitsch erstmals in Mönchengladbach vorstellt. Das 2007 gegründete Ensemble hat sich im Zug seiner Aufsehen erregenden Karriere innerhalb kürzester Zeit in die internationale Konzertwelt gespielt. Es war umjubelter Gast bei bedeutenden Festivals und hatte von Publikum wie Presse gefeierte Auftritte in nahezu ganz Europa. Namenspatron des delian::quartetts ist der griechische Gott Apollon, der als Gott der schönen Künste, der Musen (besonders der Musik) verehrt und nach seinem Geburtsort, der Insel Delos, auch Delian genannt wurde. „Was das Quartett auszeichnet“, so der Hessische Rundfunk, „ist zum einen die absolut lebendige, persönliche Färbung seiner Interpretationen und die Fähigkeit, auch spontan auf das einzugehen, was vom Publikum entgegengebracht wird, dessen Schwingungen und Energien aufzunehmen und in Musik umzusetzen. Jedes Konzert wird damit zu einem einzigartigen Erlebnis.“
Dank der Unterstützung durch den Verein der Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach e.V. bietet das 2. Meisterkonzert am 8. November 2012 mit dem Duo Gautier Capuçon und Gabriela Montero und Werken von Schumann, Schostakowitsch und Grieg ein glanzvolles Highlight der Saison. Der Cellist Gautier Capuçon gehört zu den absoluten Klassiktopstars der internationalen Musikszene. Eine Reihe von Preisen begleitete seine bisherige Karriere, und seine CD-Einspielungen wurden mehrfach mit einem ECHO-Preis ausgezeichnet. Gautier Capuçon ist Gast internationaler Festivals und spielt mit Weltklasseorchestern. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er auch immer wieder mit Partnern wie Martha Argerich, Daniel Barenboim, Yuri Bashmet, Hélène Grimaud, Maxim Vengerov, Nikolaj Znaider, Menahem Pressler sowie mit seinem Bruder Renaud Capuçon und vielen anderen zu hören. 2012/13 setzt Gautier Capuçon seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Gabriela Montero fort. Die aus Venezuela stammende Pianistin, die durch ihre Fähigkeit, über beliebige, vom Publikum gestellte Themen zu improvisieren und damit auch eine Brücke zum Jazz und anderer Musik zu schlagen berühmt wurde, errang erstmals internationale Aufmerksamkeit durch den 3. Platz beim Chopin-Wettbewerb 1995.
Mit „Frischwind“, einem schwungvollen Programm aus beliebten Werken des 19. und 20. Jahrhunderts, führt das dänische Bläserquintett Carion im 3. Meisterkonzert am 17. Januar 2013 ins neue Jahr. Das 2002 gegründete und inzwischen vielfach ausgezeichnete „3D-Bläserquintett“ ist ein junges Spitzenensemble von außergewöhnlicher Integrität, das mit seinem Hauptmerkmal - aufregenden optischen Performances klassischer Kammermusik – schnell bekannt und international erfolgreich wurde. Carion spielt alle Stücke auswendig und die damit wegfallende Fixierung auf die Noten gibt den Musikern die Freiheit, sowohl untereinander als auch mit dem Publikum zu kommunizieren.
Orchesterfreunde kommen im 4. Meisterkonzert am 7. März 2013 auf ihre Kosten, wenn das Gürzenich-Kammerorchester Köln Musik von Mozart, Mendelssohn und Tschaikowsky spielt. „Zauberhafte Klangvielfalt“ und „Kammermusikalisches Feingefühl“ sind einhellige Pressereaktionen zu Konzerten des Ensembles. Das Gürzenich-Kammerorchester Köln wurde 1993 aus Mitgliedern des Kölner Traditionsorchesters gegründet, das im Konzert- und Opernbereich zu den führenden Orchestern Deutschlands zählt. Ziel der Gründung war es, das Kammerorchesterrepertoire als Kammermusik, also überwiegend ohne Dirigenten, aufzuführen. Leiter ist Torsten Janicke, Erster Konzertmeister des Gürzenich-Orchesters Köln.
Das 5. Meisterkonzert am 11. April 2013, der traditionell dem Gedenken an Josef und Hilde Wilberz gewidmete Klavierabend der Saison, bestreitet der Pianist Ingolf Wunder, der mit seinem Erfolg beim Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass er ein Chopin-Interpret allerersten Ranges ist. So erspielte sich der junge Österreicher bei dem legendären Klavierwettbewerb nicht nur den 2. Preis, sondern auch mehrere Sonderpreise und den Publikumspreis. Ingolf Wunder studierte in Klagenfurt, Linz und Wien. Heute holt er sich gelegentlich Rat bei seinem Mentor Adam Harasiewicz, dem polnischen Pianisten und Gewinner des Warschauer Wettbewerbs 1955.
Zum furiosen Finale der Saison werden im 6. Meisterkonzert am 23. Mai 2013 der Oboist Ramón Ortega Quero und die Pianistin Kateryna Titova, zwei Künstler der jungen Weltelite, mit Mozart, Brahms, Schumann, Pasculli und mehr für Furore sorgen. Ramón Ortega Quero war Mitglied in Daniel Barenboims Orchester „West-Östlicher Diwan“. Internationale Aufmerksamkeit als Solist erreichte der junge Spanier, als er 2007 zum Ersten Preisträger beim ARD-Wettbewerb in München ausgerufen wurde. Der Wettbewerbsgewinn ebnete ihm den Weg auf die wichtigen Bühnen Europas. Seit 2008 hat er außerdem eine Stelle als Solo-Oboist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Chefdirigent Mariss Jansons inne. 2011 erhielt Ramón Ortega Quero den ECHO KLASSIK als Nachwuchskünstler des Jahres. Die in der Ukraine geborene Pianistin Kateryna Titova studierte an den Hochschulen in Detmold und Dresden und gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Als Solistin und Kammermusikpartnerin spielt sie in Europa, der Ukraine, Russland und den USA und ist Gast internationaler Festivals.
Abonnements für die Meisterkonzerte, die neben dem erheblichen Preisvorteil auch einige organisatorische Annehmlichkeiten bieten, können bei der MGMG unter Tel. 02161-25 24 21 gezeichnet werden.
Abonnements kosten in Preisgruppe A 85,50 Euro (ermäßigt 42,75 Euro), Preisgruppe B 67,50 Euro (ermäßigt 33,75 Euro) und Preisgruppe C 54,00 Euro (ermäßigt 27,- Euro).
|
|



|